Mühlenmuseum Gifhorn: Heimat von vielen Mühlen aus Deutschland und der Welt

Die Stadt in der Südheide ist das Mühlen-Mekka Deutschlands. In einem reizvollen Park gelegen lassen sich Wind- und Wassermühlen aus aller Herren Länder bestaunen.

Die Sommerzeit bietet sich gerade dazu an, einen Ausflug ins Internationale Mühlenmuseum Gifhorn zu unternehmen. In einer wunderschönen 14 ha großen Parklandschaft lassen sich 16 originale oder originalgetreu nachgebaute Mühlen aus zwölf verschiedenen Ländern bestaunen. Außerdem sind im Freigelände des Museums historische Gegenstände des Mühlen- und Müllereiwesens ausgestellt.

Vielfalt unterschiedlicher Mühlen

Auf dem großen Freigelände warten unter anderem Windmühlen aus Griechenland, Portugal und Spanien, Wassermühlen aus Österreich und Korea sowie als besondere Sehenswürdigkeit eine Schiffsmühle aus Ungarn.

Angetrieben durch Wasser- oder Windkraft, drehen sich ihre Flügel oder Wasserräder und vermitteln neben romantischen Gefühlen auch einen Eindruck von der harten Arbeit unserer Vorfahren zur Gewinnung des Grundnahrungsmittels Brot.

Geschichte der Mühlen in einer einzigartigen Ausstellung

In der Ausstellungshalle des Museums, das in dieser Form weltweit wohl einzigartig ist, entführen rund 50 maßstabsgerechte und naturgetreu gebaute Modell-Mühlen in die faszinierende Welt der Mühlentechnik und der unterschiedlichen Nutzungsarten von Mühlen, die neben der Getreideverarbeitung auch der Gewinnung von Öl oder Senf, dem Sägen von Holz, dem Wasserschöpfen oder der Verarbeitung von Schnupftabak dienten. Über 160 Nutzungsarten für Mühlen haben Forscher bis heute ermittelt, das Internationale Mühlenmuseum Gifhorn vermittelt diese auf außergewöhnliche Weise.

Niedersächsisches Dorf mit Fachwerkhäusern 

Der Dorfplatz des Mühlenmuseums lädt zum Verweilen und Erholen ein. Mehrere Fachwerkhäuser im Niedersachsen-Stil bilden zusammen mit einem historischen Kornspeicher und einer westfälischen Rossmühle (Pferdeantrieb) diese Baugruppe, die in Form eines traditionellen Rundlingsdorfes angelegt wurde. In holzgefeuerten Steinöfen backen die Museumsbäcker vor den Augen der Besucher Brot und Kuchen nach traditionellen Rezepten, die vor Ort verzehrt, aber auch mit nach Hause genommen werden können.

Wer am Ende eines ausführlichen Rundgangs durch das Museum noch einmal Ruhe sucht, kann diese in der russisch-orthodoxen Holzkirche finden, die am Rande des Museumsgeländes errichtet wurde und als Beitrag zur Völkerverständigung 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1995 durch den damaligen Patriarchen Aleksij II. persönlich gesegnet wurde.

Mitmach-Aktionen für Kinder

Für die jüngsten Besucher des Mühlenmuseums gibt es verschiedene Aktionen. So können im Ausstellungsgelände und in der „Mahlstube“ verschiedene Handmühlen selbst ausprobiert werden, außerdem gibt es sonntags Mahlvorführungen in der über 300 Jahre alten Tiroler Wassermühle.

Der Weg zum Mühlenmuseum: 

Zu erreichen ist das Mühlenmuseum mit Bahn und Bus. Der Zielbahnhof ist Gifhorn Stadt (erixx RB 47). Direkte Verbindungen gibt es mit dem Zug aus Uelzen, Gifhorn und Braunschweig. In Gifhorn Stadt steigen Sie an der Bushaltestelle Bahnhof Stadt/Braunschweiger Straße in den Linienbus 100 (Richtung Wesendorf) oder 170 (Richtung Wolfsburg) um und fahren bis zur Haltestelle Gifhorn Mühlenmuseum.

Auch vom Bahnhof Gifhorn (Isenbüttel) kommen Sie direkt zum Mühlenmuseum: der Bus 100 in Richtung Wesendorf fährt direkt durch.

Adresse:

Bromer Str. 2
38515 Gifhorn

Öffnungszeiten:

täglich 10:00 - 18:00 Uhr

http://www.muehlenmuseum.de

office@muehlenmuseum.de


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