Lübeck - 13.01.2023

Konstruktiver Dialog zwischen erixx-Geschäftsführern und Bürgermeistern

(Lübeck, 13. Januar 2023). In einem Videogespräch mit den Bürgermeister:innen hat die erixx-Geschäftsführung Lösungen für die bestehenden Probleme sowie eine klare Perspektive für die Zukunft aufgezeigt. Den Brandbrief von acht Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern an Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen, der von acht Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern unterschrieben wurde, hatte erixx zum Anlass genommen, sich umgehend mit den politischen Vertretern aus den betroffenen Gemeinden zu einem lösungsorientierten Austausch zu treffen. Am Donnerstagnachmittag sprachen Nicolai Volkmann, Geschäftsführer von erixx Holstein, Jost Knebel, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Netinera und Thomas Schare, Leader Operations Management Netinera, mit Vertretern der Kommunen und Gemeinden. Dabei stellte das Unternehmen auch die baldige Rückkehr zum Regelfahrplan in Aussicht.

„Die Kritik der Vertreter:innen aus den Gemeinden nehmen wir sehr ernst, deshalb haben wir bewusst den Austausch gesucht. Die Bürgermeister sind bislang zurecht nicht zufrieden. Aus unserer Sicht war dieses erste Gespräch sehr sachlich und konstruktiv. Wir konnten Lösungen vorstellen, haben aber auch Hinweise aufgenommen, deren Umsetzungen nun geprüft werden“, sagt Jost Knebel, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Netinera, zu dem das Unternehmen erixx Holstein gehört. “Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die unsere Fahrgäste in den letzten Wochen erdulden mussten und entschuldigen uns ausdrücklich dafür. Wir werden alles Notwendige dafür tun, dass der Betrieb bald reibungslos und vertragsgemäß läuft. Daran arbeitet das gesamte Projektteam mit Hochdruck.“

Vor allem die zuverlässige Fahrgastinformation, der seit heute aufgestockte Schienenersatzverkehr sowie die Anbindung aller Gemeinden waren wichtige Themen dieser Gesprächsrunde. Aber auch zu den geforderten Entschädigungsleistungen für Fahrgäste will erixx Holstein in den nächsten Tagen eine Lösung anbieten.

Bereits seit Montag, dem 9. Januar 2023, hat erixx Holstein den derzeitigen Fahrplan in Bezug auf Verlässlichkeit weiter verbessert. „Das Ersatzkonzept läuft sehr stabil. Wir hatten damit seither keine weiteren ungeplanten Zugausfälle mehr“, erklärt Nicolai Volkmann, Geschäftsführer erixx Holstein. Auch die Pünktlichkeit der Züge konnte seit Einführung des jetzigen Fahrplans deutlich verbessert werden.

Darüber hinaus habe erixx Holstein an weiteren Lösungen gearbeitet und das Angebot nun auch mit zusätzlichen Expressbussen zwischen Kiel und Lübeck, auf der Strecke Kiel – Plön sowie zwischen Eutin und Lübeck aufgestockt. Weitere Forderungen der Bürgermeister:innen nach einer Aufstockung der Angebote werden kurzfristig geprüft: „Als Ergebnis dieser Gesprächsrunde sind wir mit dem Bürgermeister aus Malente in intensiven Gesprächen, ob es bezüglich des Schülerverkehrs noch eines besseren Angebotes bedarf.“, verspricht Volkmann. Das derzeitige Ersatzkonzept gilt noch bis einschließlich 5. Februar 2023.

Erixx Holstein arbeitet nun daran, stufenweise den vertraglich vereinbarten Regelfahrplan einzuführen. So ist geplant, dass ab dem 6. Februar 2023 zwischen 6 Uhr und 19 Uhr zwischen Lübeck und Kiel alle Züge fahren werden.

„Nach den jetzigen Planungen gehen wir davon aus, dass wir bis Anfang März die bekannten Anfangsschwierigkeiten gelöst haben werden und ab Anfang März bis auf Kiel – Kiel Oppendorf den vertraglich vereinbarten Regelverkehr fahren werden“, stellt Nicolai Volkmann in Aussicht. Bis März verstärkt erixx Holstein sein Team mit sieben serbischen Trieffahrzeugführern, die an einem Ausbildungsprogramm der Konzernschwester Die Länderbahn teilgenommen haben und nun nach erfolgreichem Abschluss bei erixx Holstein eingesetzt werden können.

“Wir haben den immer schwierigeren Arbeitsmarkt als Konzern schon länger mit Sorge beobachten können und sind deshalb frühzeitig kreative Wege gegangen, um darauf zu reagieren. Dazu gehört die seit Jahren erfolgreiche Kooperation mit der eisenbahntechnischen Schule in Belgrad”, erklärt Konzerngeschäftsführer Jost Knebel.

Erixx Holstein ist weiterhin im engen Austausch mit den Aufgabenträgern wie dem Ministerium und der NAH.SH und wird den Dialog mit den Vertreter:innen der Kommunen und Gemeinden weiter fortsetzen.